PASS steht für Personenauskunftsstelle und wurde im Januar 2009 durch den damaligen Leiter der Feuerwehr Wettringen, Werner Henrichsmann, für den Kreis Steinfurt organisiert. Sie ist eine Einrichtung im Katastrophenschutz, die bei Großschadenslagen oder Krisen Informationen über den Verbleib vermisster, evakuierter oder verletzter Personen sammelt und in Zusammenarbeit mit dem Kreis Steinfurt und der Landespolizeibehörde NRW besorgten Angehörigen Auskunft erteilt.
Die Gruppe besteht aktuell aus 19 Mitgliedern der Einsatzabteilung der Feuererwehr Wettringen und wird bei Großschadenslagen über eine eigene Alarmierungsgruppe aktiviert. An der Schadensstelle haben sie die Aufgabe möglichst genaue Daten der betroffenen Personen zu sammeln und den Verbleib der Verletzten nach der Sichtung durch die Notärzte zu dokumentieren. Diese Daten werden noch am Unfallort über eine Internetverbindung in eine Datenbank der Landespolizeibehörde NRW eingepflegt und können von den internen PASS-Mitarbeitern des Kreises Steinfurt und der Polizei eingesehen werden.
Damit können sie auf Anfragen der Angehörigen reagieren und Auskunft über den Verbleib geben. Eine Alarmierung erfolgt zum Beispiel dann, wenn Flugzeuge im Landeanflug auf dem FMO Flugplatz eine Notlage melden oder bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV-Lage) eine Dokumentation erforderlich ist. Aber auch bei der Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal und bei der Einrichtung mobiler Impfzentren beides im Jahre 2021 wurde die PASS-Gruppe für den Kreis Steinfurt aktiv.





