28.02.1892

Gründung der wehr
Am 28.2.1892 fand in der Gaststätte Engelbert Pelster die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wettringen statt. Als 1. Hauptmann wurde der Kaufmann von Gellecum und als 2. Hauptmann Amtmann Tenholt gewählt. Acht weitere Mitglieder gehörten dem ersten Vorstand an. Die persönliche Ausrüstung musste jeder Feuerwehrmann selbst bezahlen, eine Uniform gab es nicht. Wer ohne begründete Entschuldigung den Übungen fern blieb zahlte jeweils 25 Pfennig in die Vereinskasse.
1892
ERSTES LÖSCHGERÄT
Dem Feuerwehrjubiläumsbuch ist zu entnehmen, dass die finanzielle Lage in den Gründungsjahren der Feuerwehr sehr bescheiden war. Jedes Mitglied musste 10 Goldmark aufwenden. Eine Uniform gab es nicht, stattdessen wurden „weiße Kittel“ angezogen. Die Gemeinde beschaffte jedoch eine neue Handdruckspritze. An großen Einsätzen aus dieser Zeit ist ein Waldbrand im Fuchshagen (Nähe Bauernhof Specker) bekannt, die Frau des Polizeidieners Teupen musste mit der Pauke Alarm schlagen.
1893
Die regeln der anfangszeit
Der Eintritt in die Feuerwehr war in dieser Zeit für alle unbescholtenen, rüstigen Männer ab 20 Jahre möglich. Zum Rettungsdienst wurden jedoch nur gewandte und mutige Männer zugelassen. Ein Mutprobe konnte schon einmal gefordert werden. Im Dienst wurde ein ehrhaftes, männliches Betragen, insbesondere Nüchternheit, Pünktlichkeit und Besonnenheit gefordert.
Für die Raucher war es eine schlechte Zeit, denn Tabakrauchen war genauso wie Schreien, Lärmen und Singen bei den Übungen und Einsätzen verboten. Übungen wurden alle drei Monate abgehaltenund vom Feuerwehrhauptmann angesetzt.
Die einzelnen Abteilungsführer 1. Kompanie (Steigerabteilung), 2. Kompanie (Spritzenmannschaft), 3. Kompanie (Rettungs- und Ordnungsabteilung) konnten zusätzlich Spezialübungen abhalten. Wer nicht zur Übung kam, musste 25 Pfennig Strafe zahlen.
1895

Gründung des musikzuges
1895 gründeten musikinteressierte Bürger in Wettringen einen Musikzug, der sich der Wettringer Feuerwehr anschloss.
1896

erster wechsel der wehrführung
Zwar wurde die Gründungsversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Saale des Wirts Engelbert Pelster abgehalten, aber wenn man einer Wettringer Gastwirtschaft eine besondere Beziehung zur Feuerwehr nachsagen kann, dann ist es die ehemalige Gaststätte „Niehues-Winter“. Diese Wettringer Familie stellte immerhin drei Wehrführer in der Geschichte der Feuerwehr in Wettringen.
Der erste Wehrführer aus diesem Haus war der Schank- und Kegelwirt Theodor Stahl (ein Urgroßvaterder der ehmaligen Wirtin Mechthild Winter). Ob Theodor Stahl die Wehr mit „stahl“harter Hand geführt hat, lässt sich heute nicht mehr sagen. Es dürfte aber sicher sein, dass viele Entscheidungen rund um die Feuerwehr auf der Kegelbahn seiner Gaststätte getroffen wurden. Ein Feuerwehrgerätehaus gab es zu dieser Zeit ja noch nicht. So gingen die Wettringer Honoratioren bei Theodor Stahl ein und aus.
1898

AMTMANN TENHOLT WIRD NEUER WEHRFÜHRER
Einer der Gründungsväter und Initiatoren der Freiwilligen Feuerwehr Wettringen war der damalige Amtmann von Wettringen Bernhard Tenholt. Amtmann Tenholt und seine Mitstreiter hatten bereits 1892 erkannt, dass eine Pflichtfeuerwehr keine Zukunft mehr hat.
Es ist daher kein Zufall, dass er – neben seinen Amtsgeschäften – seit der Gründung freiwillig als 2. Hauptmann in der Wehrführung tätig war. 1898 wurde er als Nachfolger von Theodor Stahl selbst Wehrführer der Wettringer Wehr.
1899
Weitere Spritze
Auf Anordnung des Regierungspräsidenten wurde eine weitere Spritze für 1040 Mark angeschafft
Herbst 1907
Erster Schlauchwagen
Im Herbst 1907 wurde mit finanzieller Unterstützung der Provinzial ein Schlauchwagen angeschafft
1910

erste uniform
1910 wurde die Feuerwehr erstmals mit neuen Uniformen durch die Gemeinde ausgestattet
1911/12

Kampf ums brandhorn
Heute wie vor über 100 Jahren waren mutwillige Fehlalarmierungen bei der Feuerwehr ein Übel. Allerdings bekommt dies die Bevölkerung durch die stillen Alarmierungen per Meldempfänger heute kaum noch mit. Damals war es anders.
Bei Alarm wurde von den Brandhornbläsern [i.d.R. Mitglieder der Feuerwehrkapelle] die Feuerwehr zum Pumpenhaus gerufen. Der schrille Ton der Hörner war im ganzen Dorf zu hören.
Zur Jahreswende 1911/1912 kam es nachts fortwährend zu mutwilligen Fehlalarmierungen. Dieses erregte die Gemüter in Wettringen so sehr, dass sich auch der Gemeinderat hiermit beschäftigte und zur Sprache brachte „dass es auffallend sei, dass es der Polizei trotz eifriger Recherchen immer noch nicht gelungen sei, des Täters der nächtlichen Ruhestörung habhaft zu werden. Bekanntlich habe das wiederholte nächtliche Blasen von Brandsignalen im Ort großen Unwillen seitens der Bürgerschaft hervorgerufen. Die gerichtliche Verfolgung wurde empfohlen“.
Man erwog in dieser Ratssitzung sogar, in Wettringen wieder einen Nachtwächter einzustellen, was aber letztlich mit drei gegen sieben Stimmen abgelehnt wurde.
Am 19. Januar 1912 war es dann soweit. Während auf einem Saal im Dorf ein Tanzkurs für junge Damen und Herren stattfand, ertönten plötzlich auf der Straße Brandsignale.
Ein Störenfried hatte sich vor dem Saal postiert und versuchte der Tanzmusik die Hornbegleitung zu geben. Der Versuch artete aber in disharmonische Brandsignale aus und verursachte einen Auflauf von allen Seiten. Der Täter wurde mit Donnerstimme angefahren. Es entspann sich ein heftiger Ringkampf mit dem Hauptmann der Feuerwehr. [Amtmann Tenholt oder sein Vertreter Theodor Stahl].
Trotz Aufbietung aller Kräfte gelang es dem Bläser nicht, der stärkeren Gewalt Widerstand zu leisten. Das Signalhorn wurde seinen Händen entwunden und – konfisziert.
Der „Wettringer Anzeiger“ schreibt später: „…..hat die Polizei endlich den Täter, der in letzter Zeit schon des Öfteren die Bewohner Wettringens durch das Blasen des Brandsignals im Schlafe gestört hatte, auf frischer Tat ertappt. Man freut sich allgemein darüber, dass die Polizei nach wiederholten eifrigsten Recherchen endlich des Ruhestörers habhaft geworden ist, der sich nunmehr der längst verdienten Strafe wohl nicht mehr entwinden kann“.
1913

das spritzenhaus
Das erste Gebäude der Feuerwehr war das Spritzenhaus, dieses stand an der Ecke Rothenberger Str. – Metelener Str.. Das relativ kleine Gebäude hatte einen Steigerturm zum Aufhängen und Trocknen der Schläuche, eine Arrestzelle und einen Raum für Obdachlose. Erstmalig hatte die Wettringer Wehr somit ein Zuhause.
1918

Neuer Wehrführer nach dem Krieg
Nach dem Wegzug von Bernhard Tenholt aus Wettringen benötigte man einen neuen Wehrführer. Hierzu auserkoren wurde Josef Schnermann.
Er hatte die schwere Aufgabe die Wettringer Wehr nach dem 1. Weltkrieg wieder neu aufzubauen. Viele Kameraden waren aus dem Krieg nicht zurückgekehrt und ein Neuanfang musste vollzogen werden. Josef Schnermann war aber nicht nur in der Feuerwehr aktiv, sondern auch im Junggesellen-Schützenverein von 1651 e.V., denn hier wird er als König des Jahres 1922 aufgeführt.
1928
Bemühungen um neue Ausrüstung
Josef Schnermann hat sich sehr um die Ausrüstung der Feuerwehr bemüht, so stellte er 1928 einen Antrag an die Gemeinde Wettringen folgende Sachen dringend anzuschaffen: 1 Saugschlauch für Spritze, 25 Kupplungen für Schläuche, 1 Alarmvorrichtung, 12 Schlauchbinden, 2 Steigerleitern, 15 Helme und Uniformen, 25 Gurte, 4 Steigerleinen, 1 Sanitäterarmbinde und Musikausrüstung für den Musikzug.
Josef Schnermann bittet um die Bewilligung vorstehender Sachen, die sich auf ca. 2.000 Reichsmark belaufen, da es sonst nicht möglich ist, die Feuerwehr schlagkräftig zu erhalten. Gleichzeitig bittet der Wehrführer darum eine Prämie von 25 Reichsmark auszusetzen, für denjenigen der zuerst am Spritzenhaus ist. Der zweite sollte immerhin noch 10Reichsmark erhalten. Eine solche Prämie hat es auch schon vor dem 1. Weltkrieg gegeben.
1935
Motorspitze und probleme bei der wasserversorgung
Erstmals wurde im Jahr 1935 eine kleine Motorspritze für 3500 Mark angeschafft, nachdem einige Jahre zuvor der Windkessel an der Druckspritze bei einem Brand entzwei ging.
Große Probleme gab es immer wieder mit der Wasserversorgung, da die Wasserläufe [Aa und Vechte] zu weit entfernt lagen, größere Brunnen fehlten und die öffentliche Wasserversorgung auch im Ortskern nicht ausreichend vorhanden war.
1936

ein neuer wehrführer und die kriegszeit
Nach dem Tod von Josef Schnermann (30.03.1935) wurde die Feuerwehr vom Oberbrandmeister Ernst Niehues in der schwierigen Krieg- und Nachkriegszeit geleitet.
1940 gehörten insgesamt 46 Aktive zur Feuerwehr. In dieser Zeit wurde die Wehr stark gefordert. So waren mehr als 50 Übungen jährlich keine Seltenheit. Die Alarmierung im Ernstfall erfolgt durch Fernsprecher im Schneeball-System und durch Hornsignale. Während des Krieges war die Feuerwehr stark personell geschwächt.
Die Feuerwehr wurde der Polizei unterstellt und fungierte als Feuerlöschpolizei wobei sie zusätzliche Aufgaben als Hilfspolizeibeamten vornehmen musste. Die Zugehörigkeit zur Polizei wurde in den grün umlackierten Löschfahrzeug (LF 8) deutlich gemacht.
Um die Schlagkraft der Wehr zu erhalten, mussten auch Notdienstverpflichtungen zum Feuerwehrdienst ausgerufen werden.
Oktober 1942

Das erste löschfahzeug (LF8)
Der Feuerwehrwagen wurde vom Feuerwehraufbauhersteller Koebe (heute Rosenbauer) aus Lukenwalde (Kaufpreis 10.372,80 Reichsmark) erworben und im Oktober 1942 im Dienst gestellt.
Das LF 8, wurde vor 1943 als Leichtes Löschgruppenfahrzeug LLG bezeichnet, mit seiner geschlossenen Bauweise war es bei kleineren Feuerwehren sehr beliebt. Es hatte keinen eigenen Löschwassertank und keine fest eingebaute Feuerlösch-Kreiselpumpe.
Aufgrund des zulässigen Gewichts musste die Tragkraftspritze auf einem Anhänger gesondert mitgeführt werden (siehe Bild). Die Feuerwehr war 1942 auch in Wettringen der Polizei unterstellt (Feuerlöschpolizei), daher war die Farbe des LF 8 in grün gehalten. Diese grüne Farbe hat es noch bis ca. 1960 besessen.
Während des Krieges wurde es in bei mehrtägigen Einsätzen in Rheine, Münster, Wuppertal und Dortmund von Wettringer Feuerwehrleuten eingesetzt.
1945
Die ZEIT nach dem krieg
Zum Endes des Krieges stellte Ernst Niehues fest, dass die Feuerwehr in Wettringen absolut nicht mehr einsatzfähig ist und auf nachbarschaftliche Löschhilfe angewiesen war. Viele Kameraden sind im Krieg geblieben und die Fahrzeuge und Geräte von den Alliierten mitgenommen.
Um Verbesserungen an der Ausrüstung zu erhalten wurden 1948 erstmalig Haussammlungen in Wettringen durchgeführt. Es ging wieder Aufwärts mit der Feuerwehr Wettringen.
28.04.1952
Die verschleppung und rückkehr des lf8 aus hamburg
Nach dem Krieg wurde das LF8 von den Alliierten nach Hamburg verschleppt und erst 1949 dort wiederentdeckt. Die kleine Gemeinde Wettringen hat dann mit der Millionenstadt Hamburg einen Rechtstreit bis zum Bundesgerichtshof über die Auslieferung des Löschgruppenfahrzeuges geführt.
Am 28. April 1952 wurde es dann endlich vom Feuerwehramt der Stadt Hamburg an die Gemeinde Wettringen zurückübergeben.
1952
60 jähriges jubiläum
Das 60-jährige Bestehen der Wettringer Feuerwehr wurde mit einem großen Umzug und einer Festschrift gefeiert.
1959

wechsel an der spitze
1959 nahm der verdiente Wehrführer und Oberbrandmeister Ernst Niehues nach 24 Jahren Wehrführung – im Alter von 73 Jahren – Abschied vom aktiven Dienst.
Auf einstimmigen Beschluss der Wehr und des Rates der Gemeinde Wettringen wurde Ernst Niehues zum Ehrenoberbrandmeister ernannt.
Die Nachfolge in der Wehrführung wurde praktisch unter Wettringer Gastwirten ausgemacht, denn auch der Nachfolger von Ernst Niehues, der Vater des heutigen Wehrführers Bernhard Wolbeck betrieb zu dieser Zeit in Wettringen eine Gaststätte.
1960

Die Ausrüstung der wehr
Die Wehr verfügte 1960 über zwei Löschfahrzeuge vom Typ LF 8, zwei Tragkraftspritzenanhänger und drei Kraftspritzen – zuzüglich für die Löschgruppe Bilk – eines nach Norm bestückten Schlauchanhängers.
Oktober 1960

DAS neue gerätehaus
Im Oktober 1960 konnte dann mit einem feierlichen Festakt das neue Gerätehaus an die Wehr übergeben werden. Eine große Fahrzeughalle mit Werkstatt, ein großer Versammlungsraum und ein Büro für die Wehrführung sowie eine Dienstwohnung für den Gerätewart verbesserte die Ausstattung der Wehr erheblich.
1962
das erste tlf
Im Jahr 1962 schaffte die Gemeinde ein neues 6t-MAN Tanklöschfahrzeug mit Aufbau von der Firma Ziegler an.
1967
75 jähriges jubiläum
Mit einem mehrtägigen Fest feierte die Feuerwehr ihr 75-jähriges Jubiläum. Eine neue Fahne wurde zum Jubiläum angeschafft.
Dezember 1968
STARt des krankentransports
Im Dezember 1968 wurde der erste gemeindeeigene Krankentransporter angeschafft, um im Notfall schnell Schwerkranke und Unfallopfer in die Krankhäuser der Umgebung fahren zu können. Dieser wurde im Gerätehaus stationiert und von Mitgliedern der Feuerwehr gefahren.
1971

ein neuer wehrführer
1971 wurde ein weiterer Wechsel im Wehrkommando vollzogen und Theodor Niehues als neuer Wehrführer in sein Amt eingeführt. Diesen Posten übernahm er aus gesundheitlichen Gründen des Scheidenden Werhführers Bernhard Wollbeck sen..
1963

gründung der laienspielchar
Erstmals im Dezember 1963 führte die neu gegründete Laienspielschar der Feuerwehr unter der Leitung von Karl Bruning das erste plattdeutsche Lustspiel „Möllers Drüksken“ auf – mit großem Erfolg!
Dezember 1973
Ein neues löschfahrzeug
Im Dezember 1973 konnte das neue Löschfahrzeug LF8 in Betrieb genommen werden.
1977
Streit mit der gemeinde
1977 kam es zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Wehrführung und dem neuen Gemeindedirektor Günther Lorenz, die erst nach Vermittlung des Bürgermeisters Rolf Cyprian nach einigen Monaten ausgeräumt werden konnten.
1982
kommandowagen
Im Jahr 1982 wurde erstmalig ein Kommandowagen (ELW) in den Dienst der Feuerwehr gestellt.
1982

Feuerprobe für den neuen WEHRFÜHRER
Aus gesundheitlichen Gründen übernahm Carl Bruning das Kommando der Wehr. Er war ein Mann von echtem Schrot und Korn, eine westfälische Eiche wie man so schön sagt, der das klare Wort liebte.
Nur drei Monate nach seinem Amtsantritt stand er direkt vor einer großen feuerwehrtechnischen Herausforderung;. Das Möbelhaus Thiele (2.500 qm) sorgte an einen Sonntagabend im Juni 1982 für den größten Brand in Wettringen seit Jahrzehnten. Rd. 200 Feuerwehrleute aus Ochtrup, Steinfurt, Metelen und Rheine sowie zwei Drehleitern waren im Einsatz. Der Schaden ging weit in die Millionen. Im gleichen Jahr brannte auch das Sägewerk Gerdes nieder.
In beiden Fällen konnte durch die Feuerwehr größerer Schaden erfolgreich verhindert werden. Die Feuerprobe für Carl Bruning war mehr als bestanden.
1984
Stille alamierung
Durch das anschaffen von Funkmeldeempfänger wurde die „stille Alarmierung“ auch in Wettringen eingeführt, sodass bei kleineren Einsätzen auf Sirenen verzichtet werden konnte.
1987

Das ende des krankentransportes
1987 wurde der Krankentransportdienst der Wettringer Feuerwehr mit eigenem Krankenwagen nach fast 23.000 Einsätzen eingestellt. Viele Jahre haben Günter Weiß und Willi Bordiek mit Unterstützung von ehrenamtlichen Kräften aus der Feuerwehr diesen Dienst zuverlässig in Wettringen gewährleistet.
1988
DER ERSTE Rüstsatz
1988 wurde die erste Rettungsschere und ein Spreizer angeschafft. Bei den Einsätzen gibt es immer neue Anforderungen, so auch bei den technischen Hilfeleistungen [z.B. bei Unfällen].
1990
neues TLF für die wehr
1990 wurde ein neues Tanklöschfahrzeug TLF16/25 zum Preis von 266.000 DM angeschafft.
1990
umbau am geräthaus
Der Schulungsraum des Gerätehauses wurde vergrößert, Wasch- und Duschmöglichkeiten geschaffen und eine neue Kleider- und Gerätekammer eingerichtet.
1990

wollbeck jun. übernimmt die wehr
Gemeindebrandinspektor Bernhard Wolbeck übernahm 1990 das Amt des Wehrführers in Wettringen und hat es damit seinen Vater als Leiter der Wehr gleichgetan. Bernhard Wolbeck musste gleich zu Beginn eine große Herausforderung zu meistern, galt es doch das 100-jährige Jubiläum der Wettringer Feuerwehr zu planen, organisieren und zu feiern.
September 1992
100 Jahre feuerwehr wettringen
Im Jahr 1992 feierte die Wettringer Feuerwehr ihr 100-jähriges Bestehen mit einer Festwoche im September, zu deren Höhepunkte sicherlich der „Große Zapfenstreich“, die Wasserspiele und das Feuerwerk auf den Aawiesen und der große Festumzug mit historischen Feuerwehrfahrzeugen gehörte. Die Geschichte der Feuerwehr wurde in einem Buch zusammengefasst, welches im Frühjahr 1992 fertig gestellt wurde.
Im Jubiläumsjahr 1992 vergrößerte sich die aktive Wehr von 64 auf 73 Aktive, 22 Mitglieder gehörten dem Musikzug an und 32 ehemalige aktive Feuerwehrkameraden, bzw. deren Ehefrauen und Witwen bildeten die Ehrenabteilung.
1994
Druckwasserleitung ins industriegebiet
1994 wurde eine neue Druckwasserleitung von der Steinfurter Aa bis zum Dieselweg im Industriegebiet verlegt, um die Löschwasserversorgung zu verbessern.
1998
40 Jahre löschgruppe Bilk
1998 feierte die Löschgruppe Bilk ihr 40-jähriges Bestehen.
1998
Neuer gerätewart
Günter Weiß legte nach 38 Jahren Einsatz das Amt des Gerätewarts der Feuerwehr nieder. Nachfolger wurde Werner Brüggemann.
2002
brandschutzbedarfsplan
2002 wurde der erste Brandschutzbedarfsplan der Wettringer Feuerwehr erstellt und anschließend vom Rat beschlossen.
2002

Neuer elw
Im Jahr 2002 wurde der neue ELW in Betrieb genommen.
2003
Letztes fest bei stein-eilers
In diesem Jahr fand das letzte Feuerwehrfest mit fördernden Mitgliedern im Saal Stein-Eilers statt. Von 2004-2014 fanden diese Feste bei Niehues-Winter statt. Seit 2015 wird im neuen Feuerwehrgerätehaus gefeiert.
2004
Stellvertredender kreisbrandmeister aus wettringen
2004 wurde der Stellvertretende Wehrführer Werner Henrichsmann zum neuen Stellvertretenden Kreisbrandmeister ernannt.
2004

Neues löschfahrzeug
Ein neues Löschfahrzeug LF 16/12 wurde an die Feuerwehr übergeben.
2004
Blasmusikfestival
Das erste Blasmusikfestival des Musikzuges fand großen Zuspruch.
2007

neuer mtf
2007 wurde ein neuer Mannschaftstransportwagen angeschafft.
2009
spatenstich
Am 27.05 erfolgte der erste Spatenstich für das neue Gerätehaus an der Bilker Straße.
2010

Neues Gerätehaus
In einem Festakt wird das neue Gerätehaus feierlich eingeweiht.
2010

Henrichsmann neuer wehrführer
Der bereits stellvertretende Kreisbrandmeister Werner Henrichsmann übernahm von altersbedingt scheidenden Bernhard Wolbeck jun. das Amt des Wehrführers.
2011

Kreisfahrzeug
Im Jahr 2011 stationierte der Kreis Steinfurt einen Wechselader mit dem Abrollbehälter Atemschutz in Wettringen.
Damit übernahm die Feuerwehr Wettringen eine wichtige Aufgabe im Bereich der überörtlichen Gefahrenabwehr.
Der AB Atemschutz dient insbesondere dem schnellen Nachschub von Atemschutzgeräten und weiterer benötigter Ausrüstung bei größeren und länger andauernden Einsätzen.
Durch die Stationierung in Wettringen kann die Feuerwehr den Kreis Steinfurt bei entsprechenden Einsatzlagen unterstützen und eine wichtige Versorgungskomponente sicherstellen.
2015

Neues tlf
2015 wurde ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 4000 [Kosten ca. 320.000 C] an die Feuerwehr übergeben.
2017

125 Jähriges jubiläum
Im Jahr 2017 feierte die Feuerwehr ihr 125-jähriges Bestehen.
Das Jubiläum wurde mit einem großen Festumzug durch die Gemeinde und einer ausgelassenen Jubiläumsparty gebührend gefeiert.
Ein besonderer Höhepunkt war zudem die eigens zum Jubiläum erstellte Festzeitschrift, die die Geschichte und Entwicklung der Feuerwehr Revue passieren ließ.
2017

Neuer wehrführer
Der bereits stellvertretende Wehrführer Christoph Remki übernahm das Amt des Wehrführers.
2018
Erste frau in der feuerwehr
Mit Julia Osterhage trat die erste Frau der Einsatzabteilung bei
2021
Neue Einsatzkleidung
Im Jahr 2021 wurde die Feuerwehr mit einer neuen Einsatzkleidung ausgestattet.
Erstmals kam dabei eine Einsatzkleidung in sandfarbener Ausführung zum Einsatz.
Mit der neuen Schutzkleidung wurde nicht nur das Erscheinungsbild modernisiert, sondern auch die Sicherheit und der Schutz der Einsatzkräfte weiter verbessert.
Damit wurde die Feuerwehr auch bei der persönlichen Schutzausrüstung an die modernen Anforderungen des Einsatzdienstes angepasst.
2023

anschaffung hlf 20
Im Jahr 2022 wurde das erste HLF 20 in der Geschichte der Feuerwehr angeschafft.
Es ersetzte das bisherige LF 20 als erstausrückendes Löschfahrzeug.
Im Gegensatz zum LF 20 verfügt das HLF 20 über eine deutlich umfangreichere Ausstattung zur technischen Hilfeleistung.
Damit reagierte die Feuerwehr auf die zunehmend vielfältiger werdenden Einsatzanforderungen.
Neben Brandeinsätzen nehmen insbesondere technische Hilfeleistungen, beispielsweise nach Verkehrsunfällen oder Unwettern, einen immer größeren Stellenwert ein.
Das neue HLF 20 vereint die Ausrüstung für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung und ermöglicht dadurch ein noch vielseitigeres und effektiveres Vorgehen im Einsatz.
2024

feuertaufe für den neuen elw
Im Jahr 2024 wurde der neue Einsatzleitwagen (ELW) angeschafft. Mit seiner modernen Ausstattung ermöglicht er eine deutlich bessere und effizientere Einsatzleitung und bietet damit eine wichtige Unterstützung bei größeren und komplexen Einsatzlagen.
Um den sicheren und professionellen Umgang mit dem neuen Fahrzeug und seiner umfangreichen Technik zu gewährleisten, wurde eigens eine Fachgruppe gegründet. Die Mitglieder dieser Gruppe wurden und werden speziell im Umgang mit dem ELW sowie dessen Ausstattung geschult. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Fahrzeug im Einsatzfall optimal eingesetzt werden kann und die Einsatzleitung bestmöglich unterstützt wird.
Seine Feuertaufe ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur wenige Wochen nach der Übergabe und noch vor der offiziellen Indienststellung wurde der neue ELW bereits bei einem Großeinsatz gefordert. Im August kam es zu einem der größten Brände in der Geschichte der Feuerwehr – und der neue Einsatzleitwagen musste dabei bereits seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.
Damit zeigte sich schon kurz nach der Anschaffung, wie wichtig und wertvoll die Investition in die moderne Einsatzführung für die Feuerwehr ist.
2025

wechsel des gerätewartes
Nach 27 Jahren als Gerätewart, legte Werner Brüggemann sein Amt als Gerätewart nieder. Seine Nachfolger ist Marcel Sendker.
2025

Henrichsmann wird neuer wehrführer
Auch in der Geschichte der Feuerwehr gab es immer wieder Familien, aus deren Reihen mehrere Wehrführer hervorgingen. Diese familiären Verbindungen zeigen die enge Verbundenheit und das langjährige Engagement für die Feuerwehr. Mit Thomas Henrichsmann, der 2025 das Amt des Wehrführers übernahm, stellt nun auch die Familie Henrichsmann bereits den zweiten Wehrführer aus ihren Reihen. Damit reiht sie sich in eine besondere Tradition innerhalb der Feuerwehrgeschichte ein.
