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Bild von 1960

Die Einsatzfahrzeuge der Wettringer Feuerwehr bei einem Umzug auf der Bahnhofstr. im Jahre [1960].

Bei dem mittleren Fahrzeug handelt es sich um ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) vom Typ Mercedes was die Gemeinde Wettringen vor rd. 60 Jahren aus Hamburg zurückbekommen hat. Der Feuerwehrwagen wurde vom Feuerwehraufbauhersteller Koebe (heute Rosenbauer) aus Lukenwalde (Kaufpreis 10.372,80 Reichsmark) erworben und im Oktober [1942] im Dienst gestellt. Das LF 8, wurde vor 1943 als Leichtes Löschgruppenfahrzeug LLG bezeichnet, mit seiner geschlossenen Bauweise war es bei kleineren Feuerwehren sehr beliebt. Es hatte keinen eigenen Löschwassertank und keine fest eingebaute Feuerlösch-Kreiselpumpe. Aufgrund des zulässigen Gewichts musste die Tragkraftspritze auf einem Anhänger gesondert mitgeführt werden (siehe Bild). Die Feuerwehr war [1942] auch in Wettringen der Polizei unterstellt (Feuerlöschpolizei), daher war die Farbe des LF 8 in grün gehalten. Diese grüne Farbe hat es noch bis ca. [1960] besessen.

Während des Krieges wurde es in bei mehrtägigen Einsätzen in Rheine, Münster, Wuppertal und Dortmund von Wettringer Feuerwehrleuten eingesetzt. Nach dem Krieg wurde es von den Alliierten nach Hamburg verschleppt und erst [1949] dort wiederentdeckt. Die kleine Gemeinde Wettringen hat dann mit der Millionenstadt Hamburg einen Rechtstreit bis zum Bundesgerichtshof über die Auslieferung des Löschgruppenfahrzeuges geführt. Am [28. April 1952] wurde es dann endlich vom Feuerwehramt der Stadt Hamburg an die Gemeinde Wettringen zurückübergeben. Hierüber freute man sich sehr, da man doch [1952] das 60-jährige Bestehen der Feuerwehr Wettringen feierte.

Das 50-jährige musste wegen des Krieges ausfallen. Seine erste Bewährungsprobe nach dem Krieg in Wettringen hatte es dann im Juli [1952] als beim Viehhändler und Landwirt Wilhelm Krümpel nach schweren Gewitter und Blitzeinschlag das Wirtschaftsgebäude in Brand geriet. Die Alarmierung der Wehr wurde durch einen Stromausfall stark behindert. 12 Fuder Heu und 30 Zentner Korn wurden Opfer der Flammen. Vieh und Kraftwagen konnten durch Feuerwehr und Nachbarn gerettet werden.

[1972] konnte es dann nach einen dreißigjährigen wechselvollen und erlebnisreichen Feuerwehrleben außer Dienst gestellt werden.