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Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen im kleinen Kreis

Ehrenamt in Zeiten der Krise würdigen

Gruppenbild

Eine Veranstaltung mit Vorbildcharakter für andere Wehren: Im Fliärtken wurden am Sonntag Feuerwehrleute befördert, ernannt und in einem Fall ausdrücklich geehrt. Normalerweise geschieht dies bei der Jahreshauptversammlung, die wegen der Pandemie seit Monaten nicht stattfinden kann.

Fotos/Text: Keblat/ MV

Statt einer großen Jahreshauptversammlung mit Pauken und Trompeten: Zur Wertschätzung ihrer Nachwuchskräfte sowie verdienter Mitglieder hat die freiwillige Feuerwehr am Sonntag zu Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen im kleinen Kreis eingeladen. Eine Antwort auf die Corona-Pandemie mit Vorbildcharakter. Zwischen allen Einsätzen und Übungen gibt es bei der freiwilligen Feuerwehr eine Veranstaltung, die in jedem Jahr gesetzt ist, ohne die es einfach nicht geht: die Jahreshauptversammlung. Sie bietet den für den Jahresbericht, die Einsatzstatistik und vor allem auch für die üblichen Personalangelegenheiten notwendigen Raum. Doch in diesem Jahr hat es diese Traditionsveranstaltung für alle Mitglieder der Feuerwehr getroffen. Wie in vielen anderen Kommunen musste sie wegen der Pandemie ausfallen und kann im gewohnt großen Format auf unbestimmte Zeit nicht nachgeholt werden. Zwar ist die Einsatzbereitschaft dadurch nicht beeinträchtigt und viel los ist bei der Feuerwehr im Hiärtken dennoch, doch die beiden Wehrführer

Christoph Remki und Mathias Krümpel wissen, dass es mit Blick auf die Personalangelegenheiten vor allem um eines geht: Wertschätzung. Um das ehrenamtliche Engagement auch inmitten der Krise angemessen zu würdigen und die Motivation der Frauen und Männer hochzuhalten, haben sie mit der Unterstützung von Bürgermeister Berthold Bültgerds und ihrem Kommando am Sonntagvormittag zu einem Festakt im kleinstmöglichen Kreis eingeladen.

 Schulterklappen

Die allerersten Schulterklappen: Am Sonntag erhielten die Anwärter neben ihrer Ernennungsurkunde zum ersten Mal Schulterklappen.

 Schmuck

Schmuck für den Festakt, der wohl in die Chronik einfließen wird.

„Ganz besonders freue ich mich, dass ich heute 14 Kameradinnen und Kameraden der Ausbildungsgruppe verpflichten darf, die sich entschlossen haben, sich ehrenamtlich für die Sicherheit der Wettringer Bürger zu engagieren“, sagte Remki mit Blick auf die Ausbildungsgruppe, die sich selbst während des Shut-downs virtuell getroffen hatte, um den umfangreichen Lernstoff zu pauken. Remki lobte den Zusammenhalt in der Gruppe, wie auch bei der Feuerwehr insgesamt: „Das Besondere an der Kameradschaft ist, dass sie nicht an Freundschaft oder Kumpanei gebunden ist“, sondern von jedem als eine Art Dienstpflicht gefordert werde, um auch lebensgefährliche Situationen meistern zu können. Aus dieser besonderen Kameradschaft, der sich jetzt auch vier junge Frauen verpflichtet haben, „kann auch eine lebenslange Freundschaft entstehen“, so Remki weiter. Lobende Worte für den Einsatz vor allem auch innerhalb der Feuerwehr fand auch Bürgermeister Bültgerds: „Die Ehrenamtlichkeit ist nicht hoch genug zu bewerten.“ Im Hiärtken könne man stolz auf eine schlagkräftige Feuerwehr sein, die nicht zuletzt wegen Veranstaltungen wie dieser derzeit keinerlei Nachwuchsprobleme habe, so Bültgerds weiter.

 

Weitere Ehrungen

Neben den 14 jungen Frauen und Männern, die rückwirkend zum 7. März, dem Datum der ausgefallenen Jahreshauptversammlung, am Sonntag zu Anwärtern ernannt und zu ihrem Dienst verpflichtet wurden, hat es noch weitere Beförderungen und Ehrungen gegeben: Jana Berger wurde zur Feuerwehrmusikerin befördert, Niklas Brünen, Klaus Dropmann, Stefan Heimann und Christian Terwesten zu Oberfeuerwehrmännern, Julian Füßner zum Hauptfeuerwehrmann. Markus Abbing, Marcel Evelt und Andre Menzel wurden zu Brandmeistern befördert, Florian Füßner zum Oberbrandmeister. Gerätewart Werner Brüggemann erhielt eine wertschätzende Ehrung für seine besonderen Verdienste während der vergangenen Krisen-Monate. Als neben Einsätzen nichts mehr ging, hatte er für stets ausreichend Nachschub an Schutzmasken und Desinfektionsmittel gesorgt und sogar die Ärmelabzeichen auf die Uniformen der Anwärter genäht. Er sei täglich im Gerätehaus gewesen, so Remki.