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Wehrführerwechsel

Christoph Remki wird neuer Wehrführer
Gemeinderat auch einstimmig für Mathias Krümpel als Stellvertreter / Amtseinführung am 6. Oktober


Der Wechsel an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr wird nun offiziell. Nachdem der Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. September einstimmig beschlossen hat, Christoph Remki zum neuen Leiter und Mathias Krümpel zum neuen Stellvertreter der örtlichen Wehr zu machen, steht die feierliche Amtseinführung bevor. Sie findet Freitag, 6. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Bürgerhalle statt.

Gleichzeitig wird der bisherige Wehrführer Werner Henrichsmann verabschiedet. Werner Henrichsmann (60) und sein Stellvertreter Christoph Remki (52) bildeten seit etwa sieben Jahren ein schlagkräftiges Duo. Das 125-jahrige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr im September war sozusagen der krönende Schlusspunkt dieser Zeit. Die Formalien für den Wechsel auf diesem Posten waren bereits frühzeitig angegangen worden - so dass die Ämterrochade für ein Kuriosum sorgt. Denn eine Neufassung der Laufbahnverordnung hob die Altersgrenze von 60 Jahren für die aktive Wehr auf, als in Wettringen schon alles geregelt war. Mit anderen Worten: Henrichsmann hätte eigentlich noch länger - bis zur neuen gesetzlichen Alters-grenze von 67 Jahren - in leitender Funktion bleiben können, worauf er allerdings verzichtete. So wird sich der Brandoberinspektor, der in Kürze 61 Jahre alt wird, wieder in die aktive Wehr einreihen, was bei ihm noch ein komisches Gefühl auslöst, wie er kurz vor dem Jubiläum im Gespräch mit der MV einräumte. Auch die Kameraden werden bei Einsätzen anfangs noch ihn ansprechen, vermutet er. Es ist eben die Macht der Gewohnheit, und die vielen Jahre als Einsatzleiter werden noch eine Weile ihre Spuren hinterlassen. Doch die getroffene Entscheidung zum Rückzug vom Leiterposten war gefallen.

Wehrfhrer Wechsel

Das neue Leitungsduo der Wettringer Wehr: Christoph Remki (l.) folgt Werner Henrichsmann als Wehrführer nach;

seinen bisherigen Posten als Stellvertreter übernimmt Mathias Krümpel (r.).

 

Im formalen Verfahren fand vor ein paar Wochen dann die Anhörung der gesamten aktiven Wettringer Wehr statt. Die Statuten verlangen es, dass die Kameraden dem Kreisbrandmeister (Raphael-Ralph Meier) einen Vorschlag unterbreiten. Meier ist in seiner Einschätzung nicht daran gebunden, doch in diesem Fall war die vorherige Aussprache eindeutig. Sie dauerte nur etwa zehn Minuten und bestätigte die Meinung, dass die Wettringer Feuerwehr eben Christoph Remki für einen geeigneten Kandidaten hielt. Diesem Bild schloss sich Meier an und empfahl das dem Rat. „Ich freue mich darauf, die Leitung zu Übernehmen", sagte Remki und spricht von „Freude, mit den Kameraden zusammen zu arbeiten". Er will sich noch etwas mehr in die Verwaltung einarbeiten. Große Wünsche hat er mit Blick auf die Zukunft nicht. „Das Wichtigste ist, dass alle immer gesund vom Einsatz zurückkommen." Er hofft, dass die Motivation innerhalb der Wehr bestehen bleibt, auch was Fortbildung angeht. Materiell gebe es keine Baustellen. „Aber natürlich wollen wir auf dem Stand der Technik bleiben und keinen Rückschritt machen", bekräftigte Remki.

Aktuell ist die Wettringer Feuerwehr sowohl personell als auch hinsichtlich der Ausstattung „sehr gut aufgestellt", sagten Henrichsmann und Remki im MV-Gespräch kurz vor den Jubiläums-Tagen. 86 aktive Kameraden seien für die Gemeindegröße ein „sehr hohes Level“, dazu Ehrenabteilung, Musikzug und gute Nachwuchskräfte. Christoph Remki und Mathias Krümpel werden nach dem Beschluss des Gemeinderates erstmal bis zum 30. September 2023 das Führungsduo der Wehr bilden.


Bericht: Wolfgang Attermeyer
Foto: Jens Kebalt